Mitten im Kiez, inmitten der wohl schönsten Gegend des Berliner Prenzlauer Berges, gibt es ein Kleinod gepflegten Kostangebotes: Der Laden mit auserwählten Lebensmitteln, der zugleich Tagesgaststätte ist, “Esskultur”. Umgeben von ehrwürdigen Bürgerhäusern der Jahrhundertwende, allesamt an der berühmten Gethsemanekirche gelegen und selbst Bestandteil großer Historie, haben sich die zwei Marions in der Greifenhagener Straße 15, unweit der Stargarder Straße, ihr Domizil des guten Geschmacks und bester Qualität geschaffen.
Die Marions wollen dem 0-8-15-Kram abschwören, der uns fast bei jedem Einkauf von den Regalen erdrückt. Sie wollen die Kultur des Essens und Speisenangebots auf eine höhere Stufe gehoben wissen, weg vom gedankenlosen Reinmampfen, Abschiednehmen vom blinden Reinfuttern, aber rein in die bewusste Ernährung. Ihnen ist wichtig, das Angebot aus deutschen Landen und der näheren Umgebung zu bestücken. Bio-Qualität ist Ehrensache.
Die Laden-Gaststätte passt so richtig in den Kiez. Nett gestaltet, aber nicht abgehoben, und wer die Freundlichkeit sucht, wird diese hier finden. Bei schönem Wetter darf man auf dem Gehweg Platz nehmen, Stühle und eine schön gestaltete Bank warten mang der Berliner Atmosphäre auf Gäste, die Wert auf Esskultur legen.
Die beiden Marions sind meine Nachbarinnen, weshalb ich für sie die Fahne schwenke. Im linken Teil des Hauses ist meine Mal-und Zeichenkunst beheimatet und sehr kulturvoll geht es auf der anderen Seite weiter. Man kann sich mit den beiden Frauen bestens unterhalten und man bekommt Appetit, öfter diese Ladengaststätte zu besuchen. Das spricht sich rum.
Was gibt’s denn da so ? Und was gibt’s nicht ?
Um die Fragen zu beantworten, muss ich in der Angebotskarte schnuppern. Als Kunstmaler neige ich leider dazu, unregelmäßig und unkontrolliert zu essen, und diese Ein-Mann-Strategie ist alles andere als Esskultur. Es sollte sich was ändern. Abgesehen von Stammgerichten, wird täglich ein anderes Tagesgericht zum akzeptablen Preis angeboten. Viele Gerichte sind mir unbekannt und es wird Zeit, einige kennen zu lernen. Gewöhnlich lebe ich ja aus der Konserve, weil ich von Essenzubereitung keinen blassen Dunst habe. Tja, so macht man sich kaputt. Hm. Manchmal esse ich im Stehen, rechts den Löffel und links die brennende Zigarette. Mahlzeit!
Wer in der Berliner Gegend wohnt und neugierig geworden sein sollte, kann dieser Spezialitäteneinrichtung einen Besuch abstatten und sich vom genussvollen Angebot überzeugen. Die einzelnen Spezialitäten kann man sich ergoogeln, z.B. über “Esskultur Berlin” und schon habe ich weniger Arbeit mit diesem Bericht. Geht doch in Ordnung ? Oder ? Was höre ich da ? Fauler Sack ? Warum nicht.
LG Prenzlmaler D. Raedel.
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