Besucher vom Kunstportal an Gethsemanekirche

By prenzlmaler

Gewöhnlich trabe ich gegen 13 Uhr ins Freie, um dem Berliner Montmartre, so nennt man seit ewigen Zeiten den Prenzlauer Berg, den Stempel aufzudrücken. Gestern war es anders. Nach drei Tagen bedingter Regenpause, zog es mich bereits vormittags nach draußen. Kaum hatte ich die ersten Meter vollzogen, begrüßten mich kurz nach 10 Uhr zwei Leute eines Kunstportals, die ohne Voranmeldung in den Prenzl schneiten und sich danach stundenlang in meiner Nähe aufhalten sollten. Zu solch’ einer Freude taugt eine Internetplattform, denn ohne des Kunstportals wären solche Begebenheiten undenkbar.

Die Namen der Frau und des männlichen Begleiters möchte ich ganz bewusst verschweigen. Die erste Zeit konnte ich mich nicht meinem Besuch widmen, da der Aufbau der Open-Air-Ausstellung nun mal Vorrang hatte, wofür Verständnis gezeigt wurde. Die beiden Kunstbeflissenen fühlten sich auch nicht zu schade, ein paar große Leinwandgemälde mit an die Gethsemanekirche zu transportieren, übrigens Landschaften, die niemals von mir im Internet Einzug halten würden.

Nach dem Ausstellungsaufbau war Kaffeekränzchen angesagt. Die beiden Besucher besorgten Kuchen von der Schönhauser Allee, was allerdings so seine Zeit dauerte und ich besorgt fragte, ob sie die Leckereien aus Kreuzberg geholt hätten. Aber nein, sie machten einen kleinen Schaufensterbummel, während mein gekochter Kaffee so langsam seine Hitze in die Umwelt verschickte. Es schmeckte bestens und man war zufrieden.

Danach begann die schöpferische Phase des Kollegen, der mich sogleich auf die komischste Art porträtierte, worauf ich bemerkte, augenblicklich 20 Jahre zugelegt zu haben. In die Bewertung griff seine Bekannte ein, die mir erörterte, wenigstens so alt mich zu zeigen, wie es das Porträt hergab. Irgendwie trafen wir uns anschließend in der Mitte, jedenfalls einen größeren Bonus konnte ich nicht durchsetzen. Die Zeichnung fand sofort und auch noch nach längerem Studium meine Anerkennung.

Die Berlinerin hingegen erzählte, dass sie eher seltener zeichne. Im Laufe der Begegnung bekam ich von einer 23 jährigen Turteltaube Besuch, die mir pausenlos den Hof machte, was schon gewisse komische Züge hatte. Schließlich begann die Kleine auch noch zu zeichnen. So ließ sich die werte Besucherin auch nicht lumpen und porträtierte nun meine jugendliche Bekanntschaft. Nun erwies sich allerdings, das die Verehrteste Talent hatte und relativ sicher die Kleine auf’s Papier brachte.

So war der erste Teil des Tages für mich abwechslungsreich und zugleich sehr interessant verlaufen. Herzlichen Dank meinen netten Besuchern !

Schlagworte: , , , , , , , , , , ,

Eine Antwort schreiben