RBB besuchte Prenzlmaler. Gethsemanekirche.

By prenzlmaler

Ein Fernseh-Team des RBB kreuzte vor meinen Zeichnungen und Gemälden an der Gethsemanekirche im Prenzlauer Berg auf. Innerhalb der Dokumentation “Die Lütte und die Schöne” machten die Schauspielerinnen Angelika Mann und Barbara Schöne einen Bummel durch den legendären Prenzlauer Berg. Besonders interessierten sie sich für die Motive vom Prenzlauer Berg und gingen der Frage nach, seit wann mann zu diesem Mythos Prenzlauer Berg, dem sogenannten Berliner Montmartre, “Prenzlberg” sagt. Die Neuberliner, die fast alle ausnahmslos aus dem Westen kommen, nehmen für sich in Anspruch, dem Berg den Namen “Prenzlberg” verpasst zu haben. Das ist jedoch ein großer Irrtum. Schon in den zwanziger Jahren tauchte dieser Name auf. Und wenn man daran denkt, dass kurz nach der Wende eine Zeitung diese Bezeichnung in ihren Titel nahm, nämlich die “Prenzlberger Ansichten”, von einem ostdeutschen Redakteur ins Leben gerufen, als noch keine Wessis sich auf Schritt und Tritt hier breitmachten, so dürfte
dieser Wessi-Irrtum nachhaltig bestätigt sein. Die Berliner kürzen bekanntlich die Namen in der Regel ab. Und was mich angeht, so sprach ich stets nur kurz vom “Prenzl”, einen Namen, den ich inzwischen als Kürzel für Prenzlmaler benutze. Die Schauspielerinnen sahen die Sache von der heiteren Seite und ich gab eine ebensolche Begründung. Ich sagte ihnen, dass innerhalb des Szeneviertels, das sich u.a. im “Wiener Café” in der Schönhauser Allee traf, man beim Raushauen einer nicht astreinen Schote verkündete, dass die Sache “prenzelte”, also brenzlich roch. Das traf auch für politische Meinungen zu, die oft im Prenzl die Runde machten. Nach dem Besuch setzten sich die Schauspielerinnen an einen regelrechten Künstlertisch, der vollbesetzt gegenüber der Kirche auf der Terrasse der Gaststätte “Nordring” zu finden war. Unter den Gästen befand sich die Sängerin Helga Zerrenz, die ein Berliner Lied sang, Ekki Göpelt, Michael Niekammer und andere. Etwas später gesellte ich mich ebenfalls zu dieser lustigen Runde. Ein Stammgast der Gaststätte, ein gewisser Georg, verkleidete sich als Wurstverkäuferin, wobei gespöttelt wurde, er würde wie die größte Nutte vom Prenzlberg aussehn. Man trank und sang Lieder, so dass wieder einmal der Frohsinn König war.

Gruß Prenzl.

P.S.:
Die Sendung wurde am 9. August um 22.05 Uhr ausgestrahlt.

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